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Donnerstag, 9. Juli 2009

1. Naturgesetz für Fantasy-Sagas

Mit jedem Teil werden es mehr Seitenzahlen und der letzte Teil ist dabei der Inhaltsreichste.
Schon die erste und Genre erschaffende "Herr der Ringe"-Saga hatte dieses Phänomen. Auch bei Harry Potter von Joanne K. Rowling (LINK) ist es so. Die Filmemacher waren happy darüber, denn so konnten sie den 7. Teil gleich als zwei Filme verkaufen. Der eigentlich 3. und letzte Teil von Eragon (Originaltitel: Inheritance = Vermächtnis) von Christopher Paolini (LINK) wurde ziemlich schnell so umfangreich, dass gleich entschieden wurde, dass der 3-Teiler zum 4-Teiler wird.
Nachdem ich den Film Twilight (Jugend-Vampir-Film (LINK)) gesehen hatte, habe ich mich entschlossen, auch die Bücher zu lesen. Leichte, angenehme Lektüre für Fans von Vampirgeschichten ohne tonnenweise Blut. Grüße hier an meine Freundin I.K., die sich auch durch die englischen Bücher gearbeitet hat.
Tolle Titel im Deutschen:
Bis(s) zum Morgengrauen (OT: Twilight, 2005),
Bis(s) zur Mittagsstunde (OT: New Moon, 2006),
Bis(s) zum Abendrot (OT: Eclipse, 2007)
Bis(s) zum Ende der Nacht (OT: Breaking Dawn 2008)
Auch hier wieder das altbekannte "Problem".
Books of Stefanie Meyer

Dienstag, 30. Juni 2009

Ich bin dann mal weg

Nein, keine Panik, ich bin immer noch auf dieser Insel im Nordatlantik und werde auch noch eine Weile hier bleiben.
Ein deutscher Freund hier in Island hat mir ein Buch empfohlen: "Ich bin dann mal weg - meine Reise auf dem Jakobsweg" von Hape Kerkeling (Amazon-LINK für mehr Infos). Eigentlich bin ich kein Fan von Biographien bzw. Reisetagebüchern. Ich kann auch nicht sagen, dass ich ein Fan von Hape Kerkeling bin, dafür kenne ich ihn und seine Sendungen viel zu wenig. Auch würden mich keine 10 Pferde zu einer Pilgerwanderung bekommen (oder generell einer Wanderung von mehr als einem Tag und 30 Kilomentern).
Aber das Buch ist einfach FANTASTISCH! Voller Leid (schmerzende Knie, schlechte Hotels, nervige, aber interessante Weggefährten) und Witz (genau meine Art von Humor - trocken und wenn man nicht aufpaßt, hat man die komische Bemerkung einfach überlesen). Man kann das Buch in einem Zug, äh.. Wanderung, durchlesen. Das hat mein Mitbewohner gemacht und das wäre auch eigentlich meine Lesegewohnheit. Aber diesmal kämpfte (nein ... genoss, denn ich konnte ja in Ruhe und ohne Anstrengung im gemütlichen Stuhl oder Bett lesen) ich mich kapitelweise mit Hape über seinen Pilgerweg. Manchmal übersprang ich die Wanderstrecke wie er und nahm doch in einem Zug gleich mehrere Abschnitte.
Eine herrliche Bettlektüre und jeden Abend war ich froh, dass ich am nächsten Tag mit dem Bus auf Arbeit fahren durfte!

Mittwoch, 10. September 2008

Es ist alles eine Frage des Glaubens

Vor kurzem war Religion das Thema bei der flickr-Gruppe project:glimpe (LINK).
Ich würde nicht behaupten das ich eine "Ungläubige" bin.
Ich versuche an den gesunden Menschenverstand zu glauben, der die meisten Menschen aber anscheinend des Öfteren im Stich läßt - man braucht sich ja nur mal die Nachrichten anzusehen.
Ich glaube an Menschen. Ich schenke einigen auserwählten Menschen (aus der Familie und meinem Freundeskreis) mein volles Vertrauen, was meiner Meinung nach mein größtes Glaubensbekenntnis ist. Vertrauen ist mir extrem wichtig. Ein Vertrauensbruch ist, meiner Meinung nach, mit das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann.
Mit Religionen habe ich es nicht so am Hut. Mit den Evangelen (obwohl es unter diesen auch ein paar Fanatiker gibt) mag ich generell lieber als die Katholiken (okay, sie haben die schöneren bzw. imposanten Kirchen, aber die nicht so blütenweiße Vergangenheit). Der Islam ist für mich überhaupt keinen Gedanken wert, da ich mein Schweinefleisch zu sehr liebe.
Das größte Problem, welches ich mit den Religionen habe, ist die Tatsache, das jede ihre Fanatiker hat, die meinen, dass andere Menschen weniger wert seien, das ihr Weg der Beste wäre, ... Sie lassen sich zu oft als Ausrede missbrauchen! Wie viele Krieg wurden im Namen eines Gottes geführt? Am Ende ist es nie eine Frage des Glaubens (Höchstens der Glaube, Recht zu haben), sondern eine Frage des Überlebens (weil im eigenen Land eine Hungersnot herrschte, ...), aber oft einfach nur die Machtfrage (Land, Geld, Öl).
Doch Glauben an sich, ist nicht vergeht. Jeder Optimist glaubt daran, dass alles gut wird. Wer glaubt das nicht? (Okay, der Pessimist.) Glauben kann uns unglaublich viel Kraft geben - Glauben und Hoffnung.
Ich bin ein großer Fan von Terry Pratchett (LINK). In seinen Scheibenwelt-Romanen beschreibt er eine Fantasywelt, die der unseren so fremd und sogleich so ähnlich ist. Er behandelt das Thema Religion und Glauben mit viel Humor und versteckten Anmerkungen in mehreren seiner Bücher. Zum Beispiel in "Einfach göttlich! - original: Small Gods (LINK)", wo er über die Politik und Bürokratie hinter den Religionen philosophiert. Wirklich begeistert bin ich jedoch von "Hogfather - deutsch: Schweinsgalopp"(LINK). Auf den ersten Blick scheint es sich um eine Analogie-Geschichte über imaginäre Figuren (Hogfather=Weihnachtsmann, Zahnfee, ... ), Aberglauben und Kindererziehung zu handeln. Aber der Sinn und die Bedeutung des Weihnachtsfestes und die Wichtigkeit des kindlichen Glaubens sind die Hauptthemen des Buches (Der Film bzw. die 2-teilige Fernsehserie von BBC setzt das Buch übrigens fantasisch um!).
project:glimpse - religion
Gevatter Tod (der Hauptcharakter und der BESTE Charakter) muss den Job des Weihnachtsmannes erledigen, da der alte Mann spurlos verschwunden scheint. Tod ist sehr interessiert an der Menschheit, was die Menschen antreibt, warum sie so sind und handeln. Seine Analysen sind oft sehr amüsant, aufschlussreich oder auch erschreckend. So erkennt er den wirklichen Sinn (Liebe, Schenken von Herzen, Hilfe für Bedürftige, ...) des Weihnachtsfestes weit besser als für den Job des Weihnachtsmannes zugänglich (z.B. kostenlose Vergabe von Geschenken im Spielwarenkaufhaus). Sein Diener versucht vergeblich ihn dazu zu bringen, dieses Fest realistisch zu bewerten, dass z.B. nur die reichen Kinder teure Geschenke bekommen und dass das arme Mädchen, welches in den kalten Straßen Streichhölzer verkauft, sterben muss (Tod macht ihr eine Zukunft als Weihnachtsgeschenk, d.h. er schenkt ihr ihr Leben), damit die Leute sehen, dass es ihnen doch gut geht, weil es immer Leute gibt, denen es noch schlechter geht.
Am Ende der Geschichte wird Tod gefragt, warum es denn so wichtig wäre, dass Kinder an den Weihnachtsmann oder die Zahnfee glauben und er antwortet (sinngemäß):
"Kinder müssen lernen an die kleinen Lügen zu glauben, denn als Erwachsene müssen sie später auch an die großen Lügen glauben können - wie Gerechtigkeit, Ehrbarkeit, ..."
"...denn zermahle das Universum und zeige mir ein Körnchen Wahrhein, ein Körnchen Gerechtigkeit, ... Du wirst es nicht finden und doch sind es der Glauben daran, welcher die Menschen im Leben vorantreiben!"
Wohl wahr, wohl wahr!

Dienstag, 22. Juli 2008

Wochenende mit Charles Dickens

Nachdem mein Mitbewohner/Kollege und der Besuch aus der Schweiz unseren Vorgarten und Wohnung geräumt hatten, genoss ich auf der grünen Wiese unter blauem Himmel und Sonnenschein die ersten Seiten von Charles Dickens (LINK), "Little Dorrit (Klein Dorrit)", die in einem Schuldgefängnis geboren und aufgewachsen ist.
Und die Nacht vom Samstag zu Sonntag schlug ich mir erfolgreich mit 2 DVDs des BBC-4-Teilers von Charles Dickens, "Our mutul friend (Unser gemeinsamer Freund)", um die Ohren. Es war schon das 2. Mal, dass ich mir diese DVD aus der Bibo ausgeliehen habe.
Weekend with Charles Dickens

Freitag, 18. Juli 2008

Gebrauchsanweisung für Norwegen

Heute kam ein Päckchen für mich - von meinem Vater.
Als Vorbereitung für unseren gemeinsamen Urlaub, der in 2 Wochen beginnt, bekam ich eine "Gebrauchsanweisung für Norwegen" (Autorin: Ebba D. Drolshagen), einen lieben Brief und eine DVD mit Fotos. Die Bilder sind eingescannte Dias, die während der letzten Norwegenreise meiner Eltern entstanden. 29 Filme waren das gewesen, die mein Mann und ich in mühevoller Kleinarbeit gerahmt hatten. Ich erinnere mich noch sehr lebhaft bei der Abholung der Filme an die Frage der Fotoladenverkäuferin , ob für das Wochenende schlechtes Wetter angesagt wäre. Ich habe nur ganz kurz in das Buch hineingeschaut, aber schon ein interessantes Kapitel gefunden - "Wie klingt ein Fjord?". Auch lernte ich schon, dass wir uns nicht über unsere deutsche Rechtschreibreform beschweren sollen, die Norweger feilen fast täglich an ihrer Rechtschreibung - mit dem Ergebnis, dass "nicht nur einige namhafte Schriftsteller schreiben sowieso, wie sie wollen". Mehr über das Buch gibt es z.B. bei Amazon.de (LINK) zu erfahren.
'

Montag, 28. Januar 2008

Es geht doch nichts über ein gutes Buch in der Post

Ich hatte schon einmal (LINK) über die "Reise nach Jerusalem" zu unserer Hochzeit geschrieben. Heute erhielt ich ein Päckchen mit der Einlösung einer weiteren Spielschuld.

Spielschuld
"Ein unmoralisches Sonderangebot (Schwiegerväter und andere Katastrophen)" von Kerstin Gier.

Der Buchrücken sagt:
Sehr ärgerlich: Seine Söhne haben die dreißig schon überschritten, aber immer noch ist kein Enkelkind in Sicht. Fritz, verwitwet, tyrannisch und außerordentlich geizig, ist eine Plage für die Schwiegertöchter. Und dann scheint der alte Herr völlig verrückt geworden: Damit die Söhne endlich begreifen, was sie an ihren Frauen haben und wie gut sie zueinander passen, sollen sie ein halbes Jahr die Partner tauschen. Die verträumte Olivia zieht einfach mal zu Bastian ins schicke Stadtappartment, die ehrgeizige Conny zu Stephan in die alte Gärtnerei. – Damit alle bei diesem absurden Spiel mitmachen, winkt Fritz mit Geld. Mit viel Geld ...
Klingt gut! Kann es kaum erwarten, damit anfangen zu können.

Vielen lieben Dank an I.K.!
... und an J+K für die Organisation des Spieles.
Das Zusammenspiel ist großartig, denn auf dem "Schuldschein" steht folgendes Zitat von Helga Kolb:
"Glück ist, sein Kind zu lieben.
Das größte Glück jedoch ist,
von seinem Kind geliebt zu werden."
Ob die Söhne im Buch ihren Vater auch lieben?
Aktualisierung (29.01.2008): Natürlich mußte ich das Buch noch am gleichen Tag anfangen zu lesen. Und weil es mir so gut gefallen hat, schmökerte ich gleich bis zum Ende durch. Zum Glück war es es sehr zügig lesbar und ich kam noch zu einer angemessenen Uhrzeit zum Schlafen. Zwischenzeitlich war ich mir nicht ganz sicher, ob ich das Buch überhaupt überlebe, da ich einen Lachanfall bekam, der mich Minuten lang um Atem ringen ließ.

Mittwoch, 14. Februar 2007

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Teil 1

Wenn einem bei dem ganzen Trubel um die deutsche Rechtschreibreform die Lust an der deutschen Sprache noch nicht ganz abhanden gekommen ist, dann ist dieses Buch einfach ein Muss! Vielen Dank an Schwager in spe und Schwägerin in spe-spe für dieses Weihnachtsgeschenk. Den 2. Teil nehme ich auch bald in Angriff.
Das Buch:
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache
Der Autor:
Bastian Sick
Der Inhalt:
Eine Zusammenfassung aus den Zwiebelfisch-Kolumnen von Spiegel-Online, die sich rund um die deutsche Grammatik, Redewendungen, Rechtschreibreform, .... drehen. Da wäre zum Beispiel die wichtige Frage: Heißt es der, die oder das Nutella (Grüße an M.K.!)?
Den folgenden Absatz fand ich wirklich besonders lustig. Ist ganz "normales" Deutsch. Sehr als Wie-fit -ist-mein-Gehirn-Test zu empfehlen.


"Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheine die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige, was wcthiig ist, ist dsas der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion sehten. Der Rset knan ttoaelr Bsinöldn sein, todzterm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das legit daarn, dsas wir nihct jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als Gnaezs."


Meine Meinung:
Absolut lesen! Auch wenn man manchmal das Gefühl hat, gar kein Gefühl mehr für die deutsche Sprache zu besitzen.

Mittwoch, 7. Februar 2007

Gletschergrab - isländischer Krimi

So, nachdem meine Leute schon fast komplett durch das erstaunlich große Angebot der Erfurter Hauptbibliothek an isländischer Literatur geschmökert sind, habe ich mir von einem Kollegen auch mein erstes Nicht-Reiseführer-Islandbuch organisiert und am letzten Wochenende gelesen.

Buch:
"Gletschergrab" von Arnaldur Indridason - Krimi

Handlung:
Das Buch handelt von einem kurz vor Ende des 2. Weltkrieges abgestürztem deutschen Flugzeug und dessen Geheimnis. 1999 gibt der Vatnajökull (Islands und Europas größter Gletscher) das Flugzeug wieder frei und verwickelt eine junge Isländerin, ihre Familie und Freunde in eine tödliche Intrige.

meine Meinung:
Liest sich wirklich sehr gut. Für mich ist es besonders faszinierend, wenn Orte und Straßennamen erwähnt werden, die ich im Laufe der letzten Monate kennen gelernt habe. Außerdem decken sich ein paar Textaussagen sehr gut mit meinen Beobachtungen.
So gibt es zum Beispiel Isländer, die während ihres ganzen Lebens nicht einmal ins Hochland gefahren sind. Für Touristen ist das ein "Muss"!
Das Nächste ist die Aussage der Hauptfigur, dass sie lieber zu Fuß geht, da in Reykjavik die Entfernungen nicht mehr so groß erscheinen, wenn man erst einmal für eine Zeit im Ausland war und das Wort Entfernung einschätzen kann. Normaler Weise fahren Isländer jeden Schritt mit dem Auto. Das ist tatsächlich noch ausgeprägter als in Deutschland! In Island fährt man sogar zum Autokauf um die Autos herum! Ausgestiegen wird nur, wenn verstärktes Interesse besteht.
Mein letzter Punkt betrifft die Einstellung der Isländern zu Kriminellen: Es sind immer Ausländer! Im Buch sind es die geliebt-gehassten US-Amerikaner. Ist der Mörder nicht immer der Gärtner?