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Mittwoch, 25. Mai 2011

Halb so wild!

Die gestrandeten Flugpassagiere mögen es zwar anders sehen, aber dieser Bericht trifft den Nagel auf den Kopf:
http://www.rtl.de/medien/information/rtlaktuell/16edf-b8b48-51ca-13/neuer-vulkanausbruch-die-ganze-nation-fuehlt-mit-den-betroffenen.html
Alles halb so wild!
Naja, ich habe gut reden. Wenn am Sonntag Abend/Nacht wieder alles dicht ist, habe ich auch ein Problem.

Dienstag, 24. Mai 2011

Feuer und Eis

Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil!
Es gibt sehr wohl Gewitter in Island! Naja, zumindest haufenweise Blitze.
Hier ein Link zu einem Video vom neuen Vulkan (inkl. Blitzlicht ;-)):
http://www.visir.is/section/MEDIA99&fileid=CLP4297

In den ersten 15 Stunden nach Start der Eruption wurden 15 000 Blitze vom isländischen Wetterdienst registriert!
http://www.icelandreview.com/icelandreview/daily_news//2,198_Lightings_in_the_Eruption_in_one_Hour_0_378101.news.aspx

http://andvari.vedur.is/athuganir/eldingar/grimsvotn2011/
Hier noch ein Link zur Animation der Aschewolke, die dieses Mal nicht sofort nach Süden und damit Richtung Europa zog. Reykjavik war kurzzeitig betroffen. Flughafen ist momentan wieder offen. Meiner Heimreise steht soweit also nichts im Wege (aber ich will es mal nicht beschreien, denn es könnte immer noch Sturm aufkommen.
http://www.icelandreview.com/icelandreview/upload/images/news/gos/grimsvotn/flexpart_grimsvotn.gif

Sonntag, 22. Mai 2011

Neuer Vulkanausbruch

21.05.2011, 17:30
Neuer Vulkanausbruch am Grímsvötn unter dem Gletscher Vatnajökull.
Nicht weiter dramatisch. Der letzte Ausbruch war 2004. Der Vulkan is realtiv aktiv, hat bisher aber nie großen Schaden angerichtet.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Finanzkrise ... Das ist doch Schnee von gestern!

Naja, der letzte Schnee lag vor 3 Tagen in Reykjavik. Am 2. Mai! Man mag es nicht glauben! Mutter Natur hatte doch tatsächlich noch ein paar Säcke Schnee auf Lager.

Das mit der Finanzkrise ist ja leider noch immer kein Schnee von gestern. Aber ein riesiges Zeichen der Finanzkrise war ja die Baustelle von Harpa, des neuen Konzerthauses und Konferenzzentrums). Da ging es ja ewig nicht voran.

Am 13. Mai ist dann endlich die große Eröffnung!

Heute Morgen war ein Bild in der Zeitung vom neuen Konzertsaal. Unterschrift war irgendetwas mit Beethoven. Von der Harpa-Seite (LINK) habe ich erfahren, dass das Eröffnungskonzert mit der "Ode an die Freude" beendet werden wird. Würde passen, denn das Parkett, dass dort verlegt wurde, kam auch aus Deutschland ;-)

Freitag, 15. April 2011

1,5 Männer im Schneesturm

Gestern sind mein Mann und unser kleiner (okay, mittler Weile ist er zum mittleren aufgestiegen) Neffe in Island eingetroffen. Heute erkunden sie ohne mich die Gegend, da ich ja auf Arbeit schwer beschäftigt bin. Habe nur noch 1,5 Monate Zeit, bevor ich die Insel verlasse. Über Nacht hat es geschneit. 14. zu 15. April! Verrückt! Selbst für isländische Verhältnisse. Liegt wohl daran, dass Ostern vor der Tür steht. Letztes Jahr hatten wir zu Ostern (war allerdings Anfang April) auch Schneesturm (Blog-LINK). Dabei hatte ich mich schon auf Frühling eingestellt, als diese Woche die erste Fliege in meinem Büro auftauchte. Ein sicheres Zeichen für wärmere Zeiten! Eine Fliege, was kann daran so besonderes sein? Da es hier in Island keine Unmassen von Insekten gibt, ist es schon erwähnenswert. Und irgendwie scheinen sie mein Büro zu mögen. Hin und wieder nervt mich eine. Und natürlich meine Hummel, die ich regelmäßig wieder nach draußen bugsieren muss.

Watching the rain (32/366)

Die "Insektenlosigkeit" Islands werde ich sehr vermissen. Keine Obstfliegen, Picknick ohne lästige fliegende und/oder krabbelnde Mitesser, keine Mückenstiche!!!, ...

Samstag, 2. April 2011

Hoch zu Ross ... Pony ... Pferd

Icelandic Horses - monument near BSI bus terminal
In den letzten Tagen war/ist das isländische Pferdefestival.
Heute war der große Ritt durch Reykjavik.
Mit einer Freundin traf ich mich am BSÍ (Bushaltestelle für Flug- und Reisebusse), wo der Umzug gegen 12:00 Uhr starten sollte. Ganz unisländisch, begann sich der große Reiterzug 10 Minuten vor angegebener Zeit in Bewegung zu setzen. Typisch Isländisch wäre eine Verspätung von mindestens 15 Minuten gewesen.
Statt dem Umzug nun durch die Stadt zu folgen, die Pferde hatten uns trotz Schritttempos schnell abgehängt, nahmen wir den Bus zum Reykjavik Familienpark und Zoo. Wir kamen auf die Minute pünktlich an, obwohl wir uns nicht so 100%ig über die Busverbindung und den Weg klar gewesen waren. Kaum hatten wir unsere Fotografenstellung eingenommen, kam uns die Pferdeparade auf der "Baumallee" vor dem Freizeitpark entgegen. Man hatte fast das Gefühl, das halb Reykjavik zu Pferde war.
Icelandic Horse Festival
Icelandic Horse Festival
Es klappert die Mühle am rauschenden Bach ... falscher Liedtext!
Es klappern die Hufe und hörst du die Rufe?
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!


Die Isländer mögen es ja gar nicht, wenn man Witze über die Größe ihrer Pon... Pferde macht. Aber: Liebe Isis, schaut euch doch bitte einmal eure Autos an und dann eure Pon... Perde!
Icelandic Horse Festival
Das Bild mag ich, auch wenn die Reiterin leider die Augen geschlossen hält, denn es zeigt gleich 2 besonders isländische Erkennungszeichen: das Islandpferd und den Islandpullover (Wolle von glücklichen isländischen Schafen). Es war auch jemand dabei, der im Kragenmuster eine Reihe Islandpferde gestrickt hatte.
Icelandic horse and the rider wears the Icelandic wool sweater
Nach der Parade nutzten wir das schöne Wetter (mal ganz kurz von Hagel/Regen/Schnee unterbrochen - Aprilwetter halt!), um uns ein bisschen im "Zoo" umzusehen. Aus dem Isländischen übersetzt heißt es "Haustiergarten". Sehr treffend, da man hauftsächlich isländische Nutztiere (Schaf, Kuh, Schwein, Hühner, ...) sieht, aber auch ein paar isländische Wildtiere, wie Rentiere oder dieser Polarfuchs, der auch die Frühlingssonne genoss.
Arctic Fox enjoys the sunny day :-)

Donnerstag, 24. März 2011

Da war doch was!?!?

Seit mein Handy/Pocket PC (so ziemlich eins der ersten Smartphones, die es auf dem deutschen Markt gab) ab und zu den Geist aufgibt und alle Kontakte, Termine, ... etwas durcheinander geraten oder total verloren gegangen sind, verpasse ich alle Geburtstage, die mir normaler Weise angekündigt würden. Naja, was man nicht im Kopf hat!
Und ich glaube, Mutter Natur hat auch Probleme mit ihrem Kopf / Terminplaner / Sekretär, denn sie hatte definitiv Probleme mit der zeitlichen Einordung des Winters in Island. Erst war es Anfang November tierisch kalt, dann relativ warm und so gut wie kein Schnee ... und plötzlich - kurz vor Frühlingsanfang - fiel es ihr wieder ein: Da war doch noch etwas!
Schnell noch ordentlich Schneefall und eine Kaltwetterfront nach Island schicken!
Auch wenn es mittler Weile auf den letzten (?) Schnee des Winters regnet, am 21. März hatten wir statt Frühjahrsboten heftigen Schneefall. Innerhalb von Minuten waren die freigefahrenen Straßen von einer Schneeschicht bedeckt.

21st of march - begin of spring!?

Donnerstag, 17. März 2011

Schwimmende Erdkruste und "grüne" Energie

Selbst die Kirche zieht ja mittler Weile ein, dass die Erde keine Scheibe ist.
Obwohl man die Erdkruste schon als Scheiben verstehen könnte, die auf dem zähen Erdmantel und dem flüssigen Erdkern "schwimmen".
In Island ist die Erdkruste ziemlich dünn und es ist daher besonders einfach, die Hitze der Erde zu nutzen. Eine relativ "unaufwendige" Energiegewinnung. Allerdings auch nicht ganz ungefährlich, da durchaus Risiken bestehen, dass man durch das Anbohren der Kruste, vulkanische Aktivität auslöst. Als vor einigen Wochen ein neues Bohrloch am Erdwärmekraftwerk Nesjavellir (Wiki-Link) in Betrieb genommen wurde, konnte man das sehr gut auf den Erdbebenkarten erkennen.

Geothermal energy plant Nesjavellir

Auch das Erdbeben in Japan konnte an den isländischen Meßstationen aufgezeichnet werden, siehe LINK. Nun sind ja Erdbeben in Island auch recht häufig, aber generell nicht ganz so dramatisch, da hier die Kontinentalplatten auseinanderdriften. Trotzdem kommt es immer wieder zu "Reibereien".
Die grüne Energie (Erdwärme) in Island ist also nicht so ganz ohne. Aber vor allem ist sie nicht ganz so grün, wie man es eigentlich immer hört. Denn es wird durchaus CO2 (oder andere Gase, u.a. die "Stinkegase", die in CO2-Äquivalent umgerechnet werden können) freigesetzt. Das hängt aber sehr stark mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Es gibt aber bereits Projekte, die sich mit diesem Problem beschäftigen. Im Gegensatz zu Kohl-, Gaskraftwerden wird allerdings kein "neues" CO2 produziert (LINK-englisch). Meine Meinung: Man kann alles schön rechnen, aber am Ende ist es auf alle Fälle "grüner" als so manche Alternative. Aber wie gesagt, ein gewisses Restrisiko besteht, denn Vulkanausbrüche können auch globale Auswirkungen haben und das nicht nur auf den Flugverkehr, siehe Winter 1783/84, die "kleine Eiszeit" (Wiki-LINK). Vielleicht doch besser Sonnenenergie und Windkraft, Gezeitenkraftwerke?

Dienstag, 1. März 2011

Schiebt mal bitte jemand die Schneeregenwolken weg!!!

Das sieht richtig gut aus!
Und es sähe noch besser aus bzw. könnte man überhaupt etwas sehen, wenn diese Wolkenfront nicht die Sicht versperren würde! :-(
Naja, irgendwann werde ich schon noch einmal die grünen Lichter zu Gesicht bekommen!
Die andere Nordlichterseite (LINK-Vorhersage), die ich immer verwende, verspricht "moderate" Nordlichter für heute. Stufe 3 bei denen meint wirklich großartige Chancen.

Sonntag, 27. Februar 2011

Rumpel di pumbel ...

Seit ein paar Wochen gibt es immer wieder ernsthafte Reibereien zwischen Europa und Nordamerika! Nein, keine politischen ... eher Kontinentalplatten technische.
Erdbeben!
Nicht so dramatisch wie mein erstes große Erdbeben (LINK), aber spürbar.
Das kurze Ruckeln fühlt sich an, wie wenn in unserer alten Wohnung ein Laster über einen Straßenschaden fuhr und das Gerüttel über den Schornstein direkt bis zu meinem Bett geleitet wurde.
Das Erdbebenzentrum lag wieder (LINK) in der Nähe vom Kleifarvatn, auf der Hälfte zwischen Flughafen Keflavik und Reykjavik. Der grüne Stern deutet auf Erdbebenstärke größer 3,0 hin.

Montag, 13. Dezember 2010

Von Sonnen- und anderen Stürmen!

Als mein Mann im November in Island war, waren die Temperaturen wesentlich winterlicher als jetzt. Wir hatten Minusgrade und starker Wind ließ die gefühlte Temperatur nur noch weiter in den Keller stürzen.
Mich hielt das Wetter in der warmen Stube, aber mein Mann war nicht zu bremsen. Der Wind pustete ihn und seine Kamera fast auf den Atlantik hinaus, als er auf dem Perlan-Hügel die Polarlichter über Reykjavik fotografierte.
Diaschau von einigen seiner Fotos:
http://www.flickr.com/photos/now-in-iceland/tags/20101111/show/
Hier sieht man mal alle Lichter, die die langen, dunklen Winternächte über Reykjavik erhellen: Straßenlaternen, Polarlichter und der riesige Lichtstrahl des Friedensturms (Yoko Onos - Imagine Peace Tower):

Northern ligths above Reykjavik - 11.11.2010

Und auch wenn es auf manchen Bilder so aussieht, als wäre es ein Getreidefeld, es ist nur Gras (gar nicht so hoch). Immer schön dicht am Boden halten, damit man nicht fortgepustet wird oder (was fiel schlimmer wäre!) die Fotos verwackeln!

Northern ligths above Reykjavik - 11.11.2010

Aber da wir gerade bei Nordlichter sind, kann ich euch dieses wundervolle Video aus Norwegen (Tromsö) nicht verheimlichen (hoffe, dass der Link funktioniert):
http://vimeo.com/16917950

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Eisland???

Während halb Europa und ganz Deutschland meterhoch im Schnee versinkt, haben wir hier in Island Plusgrade und es regnet wie verrückt.
Aber lieber Regen als Eis!
Währscheinlich wird es nächsten Freitag einen Schneesturm geben, da ich dann nach Deutschland fliegen will! Und in Deutschland wird eine Warmfront über Weihnachten einsetzen!
... Nein, ich bin kein Pessimist!
Seid vorsichtig unterwegs, ob nun zu Fuß oder Auto!

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Hier kommt Klärchen!

Klärchen = Sonne
Die Sonne scheint ins Kellerloch!
Na laß´ sie doch, na laß´ sie doch!
.
Also mein Blog (Anzeige oben rechts) sagt mir,
dass sie heute 10:40 aufgeht,
gesehen habe ich sie aber erst 11:30, wie dieses Foto beweist.
Berge im Weg oder nur falsche Zeitzone?
Here comes the sun! 11:30 a.m.
Kann vielleicht mal jemand die Berge entfernen?

HERE COMES THE SUN
The Beatles
(text: http://lyricwiki.org/)

Here comes the sun
Doo-d'n doo-doo
Here comes the sun
And I say
It's all right

Little darlin'
It's been a long cold lonely winter
Little darlin'
It feels like years since it's been here
Here comes the sun (doo-d'n doo-doo)
Here comes the sun, and I say
It's all right

Little darlin'
The smiles returning to their faces
Little darlin'
It seems like years since it's been here
Here comes the sun (doo-d'n doo-doo)
Here comes the sun, and I say
It's all right

Sun, sun, sun, here it comes
Sun, sun, sun, here it comes
Sun, sun, sun, here it comes
Sun, sun, sun, here it comes
Sun, sun, sun, here it comes

Little darlin'
I feel that ice is slowly melting
Little darlin'
It feels like years since it's been clear
Here comes the sun (doo-d'n doo-doo)
Here comes the sun, and I say
It's all right

Here comes the sun (doo-d'n doo-doo)
Here comes the sun
It's all right
It's all right
.
DA KOMMT DIE SONNE!

Da kommt die Sonne
-"- und ich sage: es ist in Ordnung
Kleiner Schatz,
es ist ein langer, kalter, einsamer Winter gewesen
Kleiner Schatz, es fühlt sich an,
als wären Jahre vergangen, seit er hier gewesen ist
Da kommt die Sonne
-"- und ich sage: es ist in Ordnung
Kleiner Schatz,
das lächeln ist auf ihre Gesichter zurückgekehrt
Kleiner Schatz,
es scheint Jahre her zu sein,
seit es hier gewesen ist
Da kommt die Sonne
-"- und ich sage: es ist in Ordnung
Sonne, Sonne, Sonne; da kommt sie
...
Kleiner Schatz,
ich fühle, dass das Eis langsam schmilzt
Kleiner Schatz,
es scheint Jahre her zu sein,
seit es richtig klar war
Da kommt die Sonne
-"- und ich sage: es ist in Ordnung
Da kommt die Sonne
-"- und ich sage: es ist in Ordnung
Es ist in Ordnung

.
...und mal zum Hören:
http://www.youtube.com/watch?v=U6tV11acSRk

Dienstag, 30. November 2010

Von alten und neuen isländischen Helden!

Wie versprochen, wird es jetzt wieder etwas interessanter ... zumindest den größten Teil dieses Posts, da der andere Teil nur von Betonfans ausreichend gewürdigt werden kann ;-)).
Am letzten Freitag, 25.11.2010, machte das gesamte Institut (naja, etwas weniger als die Hälfte der Mitarbeiter) eine Bustour in den Süden Islands. Über den letzten Ausflug dieser Art Ende März 2009 könnt ihr hier (Blog-LINK) lesen.
Mein Boss und einige Betonkollegen fuhren mit den eigenen Autos, um noch etwas Vulkanasche für unseren umweltbewußten Beton zu schaufeln. Ich fuhr natürlich wie immer mit dem Bus!
Zwischendurch hielten wir 2 Mal zum auftanken - Alkohol. Bustouren in Island sind immer recht feucht-fröhlich! Aber auch ohne Alkohol war die Singlaune recht groß, da die Isländer wirklich gern singen. Das mitgeführte "Singbuch" hatte immerhin fast 20 Seiten!
Erste Station war die wohl berühmtest Farm in Island - Þorvaldseyri. Dort lebt der neueste isländische Held. Der Farmer Ólafur erhielt 2010 den "Energiefarmer Preis" für Pionierarbeit.

Farm Þorvaldseyri

Alles im biologischen Anbau und die erste Rapsölgewinnungsanlage in Island. Die Farm verschwand im Frühjahr 2010 unter Bergen von Asche (Vulkanausbruch direkt "hinter"/nördlich von der Farm) und Sand durch eine Flut durch Tauwasser des Geletschers. Aber es wurde nicht aufgegeben! Von einer "kleinen" Krise (ob nun finanziell oder natur bedingt) lassen sich Isländer nicht aufhalten! Der Optimus und Kampfbereitschaft dieses Farmers und seiner Leute machte ihn zu einer nationalen Ikone.
Farm-Link: http://www.thorvaldseyri.is/en/
Zuerst fuhren wir mit unserem Bus über die Farm, wo noch immer Aufräumarbeiten (Eindämmung des Flusses) stattfinden. Leider war unser Reisebus nicht so ganz "hochlandgeeignet" und bleib stecken. Nachdem alle ausgestiegen sind, ging es aber wieder.

There is a reason for special buses in the Icelandic highlands ;-)

Danach durften wir die Rapsproduktions"halle" besichtigen und einem (natürlich isländischem) Vortrag lauschen. Manchmal wünschte ich, ich hätte Isländisch gelernt! Zum Glück wurde mir das Wesentliche immer übersetzt. Da der Vortrag aber hauptsächlich aus Fotos bestand (Farm vor, während und nach Vulkanausbruch und Flut), war es nicht so langweilig.
Die Kollegen waren total begeistert von dem Rapsöl. Sie sollten einmal im Frühjahr nach Deutschland kommen, wo man nur noch gelbe Felder sieht, über denen sich zahllose Windräder drehen! Aber die Presse und Filteranlage hat mich auch interessiert.
Rapsöl aus Island, Deutschland und Norwegen:

Cold pressed rape (rapeseed) oil

Die Presse:

Cold pressed rape (rapeseed) oil

Aber noch mehr hat mich eigentlich der Fußboden interessiert. Wunderschöne Risse! Überall und so tief und breit, dass sich einzelne Bodenteile sogar bewegten! Toll! Aber es sollte ja noch besser kommen!
Nach der Verkostung des hauseigenem Brotes (nicht unlecker, wenn auch für meinen Geschmack etwas trocken) und Öls, ging es zum nächsten Reiseziel. Leider war es da schon stockdunkel. Es ging nämlich zum neuen Fährhafen, der direkt gegenüber der Westmännerinseln liegt. Bin ich froh, dass ich noch die alte, schöne und "ruhige" 3-Stunden-Fährfahrt geniessen durfte (Blog-LINK)!
Wir hatten Glück und sahen die Fähre am Dock und später auch ablegen. Leider hatte ich mein Stativ nicht mit, um eine Nachtaufnahme der Hafenanlage zu machen. Aber für Innenaufnahmen hat es gereicht. Wir Betonfans sind fast in Ohnmacht gefallen vor lauter Begeisterung! Wundervolles Beispiel, wie man NICHT mit Beton umgeht! Risse, Risse, ... und noch mehr Risse! Im Fußboden und in den Wänden. Wundervoll! Für die Putzkräfte ist das bestimmt toll, denn sie brauchen den Dreck nur in die Fugen zu kehren. Dank gilt dem Schwindverhalten von Beton während Aushärtung (und Austrocknung) und mangelnder bzw. fehlender Fugenausbildung! Schwindbewehrung wäre eine mögliche Lösung gewesen.

Concrete cracks due to shrinkage

Auch die Betontreppe ist ein wunderschönes Beispiel für "Wie man es nicht tun sollte!". Hier in Bezug auf mangelhafte Betonverdichtung.

Concrete - bad filling, compaction / consolidation

Am Ende kamen wir mit einer Stunde Verspätung am letzten Ziel an, dem Saga-Zentrum (LINK) in Hvölsvollur. In der Saga-Halle bekamen wir eine isländische Sage (die alten Helden) erzählt, während wir auf unseren Hammelbraten warteten. Wir saßen in einem "nachgebildeten" Langhaus der Vikinger an Holztischen und auf Holzbänken mit Schafsfellen. Es wurde auch weiterhin fröhlich getrunken und gesungen (ich habe ein Video aufgenommen, dass ich allerdings nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung stelle ;-)).
Nach dem oblikatorischen Abschlusskaffee ging es zurück nach Reykjavik und um Mitternacht war ich dann in meinem Bett.

Donnerstag, 4. November 2010

Kinder, Kinder, es ist Winter! Zeit für ein warmes Feuer!

Es hatte zwar von Sonntag auf Montag schon einmal geschneit, aber am Morgen war die weiße Pracht wieder verschwunden.
Heute durfte ich dagegen durch frischen Schnee auf Arbeit laufen ... naja, eigentlich bereits gestern Abend, wenn auch mit weniger Schnee auf dem Boden als in der Luft.
So läßt sich die winterliche Dunkelheit aushalten!
Neben Schnee, haben wir in Island momentan auch andere Naturkräfte in Aktion: Erdbeben, Fluten, ... alles deutet (mehr oder weniger) auf den Ausbruch eines weiteren Vulkans hin. Aber Grímsvötn ist "nur" einer der regulären (d.h. er spukt alle paar Jahre, zuletzt 2004) Vulkane. Da er sich unter dem größten Gletscher Islands befindet, verursacht seine "Unruhe" immer Hochwasser in den Flüssen.

Montag, 18. Oktober 2010

Wenn der große Wagen über die grüne Straße fährt

heißt das, dass endlich wieder Nordlichter zu sehen sind!
Zwar nicht besonders stark, aber immerhin!
Zur Abwechlung mal keine Regenwolken!
Heute schien die Sonne, aber der Wind war recht kalt.

Mittwoch, 22. September 2010

Von der Rolle sein

Rollrasen ;-), originally uploaded by Now in Iceland.

“Von der Rolle sein”
Bedeutet: Durcheinander, verwirrt sein
Beschreibung: Diese Redewendung ist aus dem Sport abzuleiten: Ein Radfahrer fährt beim Steherrennen im Windschatten eines Motorrads im Millimeterabstand zu diesem. Am hinteren Teil des Motorrads ist eine Rolle befestigt. Diese hindert den Radfahrer am fallen. Wenn der Radfahrer von der Rolle ist, hat er den Anschluss an das Motorrad und die Sogkraft des Windschattens verloren.
(laut: http://www.sprichwoerterbuch.de/)

Die Isis (nicht die Ägyptische Göttin, sonder die Isländer) lieben Rollrasen! Man findet ihn überall! Aber als Teppichersatz, das war wirklich neu! Gesehen während der Kulturnacht in Reykjavik (Blog-LINK).

Ich sehe gerade die Lautsprecher auf dem Foto (linke, untere Ecke). Das Ganze war mit Entspannungs"musik" untermalt, d.h. Vogelzwitschern, Insektensummen, ...

Dienstag, 31. August 2010

Die 3. Jagd :-)

1. Wild
2. Fisch
3. Pilze :-)
Letzten Samstag war ich mit der amerikanischen Freundin meines deutschen Kollegen auf der Jagd. Sie wußte, dass ich Pilze sammle und wollte gern unterrichtet werden, welche Pilze man denn essen könne.
"Alle Pilze kann man essen, manche jedoch nur einmal!"
Auch nachdem ich ihr gestanden hatte, dass ich bei weitem kein Pilzexperte bin, holte sie mich trotzdem am Vormittag mit dem Auto ab und wir fuhren zu mir auf Arbeit, da ich dort in den letzten Wochen wieder (LINK 1, 2) sehr viele Pilze gefunden hatte. Leider kamen wir zu spät, die große (Vögel) und vor allem kleine (igitt, igitt!!!) Tierwelt war uns zuvorgekommen.
"Wenn ein Pilz nicht von Gewürm und Tieren angefressen wird, kann man sich ziemlich sicher sein, dass er auch für den Menschen nicht sonderlich gesund ist!"
Trotzdem konnte ich ihr die einfachen Erkennungsmerkmale des Birkenpilzes zeigen und erklären, der in Island überall und nicht nur in der Nähe von Birken wächst. Wir fanden aber ausreichend Pilze, damit sie dann zum späten Mittag- / frühen Abendessen, ein Omelett mit Pilzen anreichern konnte.
Aber so recht zufrieden waren wir nicht. Ein kurzer Anruf und wir bekamen einen Geheimplatz für Blaubeeren verraten. Auf ging es Richtung Nesvellir (Genaueres wird hier nicht verraten!)!
Das Wetter war einfach perfekt! Sonnenschein, nur leichte Federwolken am Himmel, kein Wind, ..., das Beerenkraut schön trocken.
Wie die Hanghühner/Bergziegen klebten wir am Blaubeerhang. Jede von uns verlor einmal den Halt und rutschte ein paar Meter die Böschung hinab. Aber auf Grund der vielen Beerenbüschel war das kein großes Problem.

a perfect day to hunt - mushrooms and berries ;-)

Wir hatten einen wundervollen Ausblick über die isländische Landschaft mit den Moos und Beeren bewachsenen Lavafeldern, den Lupinenfelder, in denen es leise knackte, wenn die Samenkapseln aufsprangen und für die nächste Generation von lila farbenden Blumenwiesen sorgten, die Spuren der Motorcrossräder und dieser 4-rädrigen, lärmenden Geländehopser, die Stromleitungen vom Geothermalgebiet Nesvellir in Richtung der am Horizont erkennbaren Hauptstadt mit der weitsichtbaren Heißwasserspeicheranlage Perlan.
Die unendlichen Weiten von Island beeindrucken mich immer wieder. Es ist so ganz anders als die Weite, die man im flachen Land hat, wo man schon Tage zuvor erkennt, wer am Sonntag zum Kaffeetrinken kommt.
Was ungewohnt war, und doch so typisch für Island ist, das ist das fehlende Summen von Insekten. Sicher kommt ab und zu eine dicke Hummel vorbeigebrummt, hier und da trifft man auf Spinnenkunstwerke und auch das Innenleben der Pilze deutet auf Insektenleben hin. Aber es ist doch verdächtig ruhig. Auch hört man nur ab und zu einen Vogel singen. Wäre nicht das ferne Rauschen der Straße 1 zu hören gewesen, hätte teilweise eine Totenstille geherrscht.
Das sind so Momente, in denen mir bewußt wird, dass ich doch ein echter Zivilisationsmensch, und wenn schon kein Großstadtmensch, dann wenigstens ein Kleinstadtmensch bin. Ich fühle mich wesentlich wohler, wenn ich weiß, dass ich maximal 10 Kilometer bis zur nächsten, bewohnten Siedlung zu laufen habe. 100 Kilometer bis zum nächsten Nachbarn wäre mir eindeutig zuviel.
Neben Blaubeeren fanden wir auch Krähenbeeren, die auch sehr lecker sind und überall in Island zu finden sind. Ab und zu entdecken wir auch wieder Birkenpilze und ein paar Ziegenlippen.

a perfect day to hunt - mushrooms and berries ;-)

Das laute Überlegen meiner Mitjägerin, ob sie nun Blaubeermuffins backen solle oder ob es sogar für einen Blaubeerkuchen reichen würde, machten mich so hungrig, dass ich irgendwann das Sammeln einstellte und gleich von den Sträuchern naschte.
Ich bin schon sehr gespannt, was meine Mitjägerin über unseren Jagdausflug zu berichten hat. Ich verfolge und liebe ihren Blog (LINK) schon seit Jahren. Es ist einer der ersten, den ich entdeckt/empfohlen bekommen habe. Sie schildert ihre Erlebnisse (leider in Englisch) so wunderbar und anschaulich, dass man immer das Gefühl hat, dabeigewesen zu sein... und diesmal war ich es tatsächlich :-)
Updated:
Hier ist ihr Post:
http://reykjavikharbor.blogspot.com/2010/09/straight-from-land.html

Montag, 30. August 2010

Ein Tag für Körper und Geist!

Am Samstag, dem 21.08.2010 war es wieder so weit.
"Ausnahmezustand in Reykjavik"
Die "Prachtpromenade" von Reykjavik, die Straße Laugarvegur war für den Verkehr gesperrt. die Straße, in der normaler Weise die Autos im Stau stehen um zu sehen und gesehen zu werden. Aber nicht nur diese Straße war gesperrt. Nahezu die ganze Innenstadt war nur für Fußgänger und Läufer zugänglich.
21.08.2010 Reykjavík Marathon and Culture Night
bzw. für Radfahrer (disqualifiziert für den Marathon ;-))
21.08.2010 Reykjavík Marathon and Culture Night
Es war Reykjavik Marathon und Menningarnótt (Kulturnacht)!
Das 1. Mal, dass ich in den 4 Jahren, die ich nun schon hier bin, tatsächlich einmal in Reykjavik war.
Am Vormittag durften die Sportbegeisterten rennen. Je nach Kondition 3 oder 10 km, Halb- oder Vollmarathon. Am Nachmittag war dann Kultur angesagt. Überall wurde Musik gespielt, die Museen waren für jeden offen, ... Kunst und Kultur überall!
21.08.2010 Reykjavík Marathon and Culture Night

21.08.2010 Reykjavík Marathon and Culture Night
Und natürlich gab es zum krönenden Abschluss ein riesiges Feuerwerk!

Dienstag, 13. Juli 2010

Donnerwetter!

.
Und es gibt sie doch!
Rumpeldipumpel machte es!
Ein Gewitter in Island!
Immerhin "schon" das 2. in 4 Jahren!
Und es schüttete wie aus Eimern!

Vielen Dank an meinen lieben Mann, der gleich die Blitzkarte von Island im Netz gefunden hat.
Quelle:
http://andvari.vedur.is/athuganir/eldingar/vikan_is.html

. betreffs der Gewitter in IS: LINK
UPDATE: Heute (14.07.2010) gab es schon wieder ein Sommergewitter! Nicht, dass es hier so heiß wäre wie in Deutschland, aber anscheinend ausreichend.