Samstag, 2. April 2011

Hoch zu Ross ... Pony ... Pferd

Icelandic Horses - monument near BSI bus terminal
In den letzten Tagen war/ist das isländische Pferdefestival.
Heute war der große Ritt durch Reykjavik.
Mit einer Freundin traf ich mich am BSÍ (Bushaltestelle für Flug- und Reisebusse), wo der Umzug gegen 12:00 Uhr starten sollte. Ganz unisländisch, begann sich der große Reiterzug 10 Minuten vor angegebener Zeit in Bewegung zu setzen. Typisch Isländisch wäre eine Verspätung von mindestens 15 Minuten gewesen.
Statt dem Umzug nun durch die Stadt zu folgen, die Pferde hatten uns trotz Schritttempos schnell abgehängt, nahmen wir den Bus zum Reykjavik Familienpark und Zoo. Wir kamen auf die Minute pünktlich an, obwohl wir uns nicht so 100%ig über die Busverbindung und den Weg klar gewesen waren. Kaum hatten wir unsere Fotografenstellung eingenommen, kam uns die Pferdeparade auf der "Baumallee" vor dem Freizeitpark entgegen. Man hatte fast das Gefühl, das halb Reykjavik zu Pferde war.
Icelandic Horse Festival
Icelandic Horse Festival
Es klappert die Mühle am rauschenden Bach ... falscher Liedtext!
Es klappern die Hufe und hörst du die Rufe?
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!


Die Isländer mögen es ja gar nicht, wenn man Witze über die Größe ihrer Pon... Pferde macht. Aber: Liebe Isis, schaut euch doch bitte einmal eure Autos an und dann eure Pon... Perde!
Icelandic Horse Festival
Das Bild mag ich, auch wenn die Reiterin leider die Augen geschlossen hält, denn es zeigt gleich 2 besonders isländische Erkennungszeichen: das Islandpferd und den Islandpullover (Wolle von glücklichen isländischen Schafen). Es war auch jemand dabei, der im Kragenmuster eine Reihe Islandpferde gestrickt hatte.
Icelandic horse and the rider wears the Icelandic wool sweater
Nach der Parade nutzten wir das schöne Wetter (mal ganz kurz von Hagel/Regen/Schnee unterbrochen - Aprilwetter halt!), um uns ein bisschen im "Zoo" umzusehen. Aus dem Isländischen übersetzt heißt es "Haustiergarten". Sehr treffend, da man hauftsächlich isländische Nutztiere (Schaf, Kuh, Schwein, Hühner, ...) sieht, aber auch ein paar isländische Wildtiere, wie Rentiere oder dieser Polarfuchs, der auch die Frühlingssonne genoss.
Arctic Fox enjoys the sunny day :-)

Donnerstag, 24. März 2011

Da war doch was!?!?

Seit mein Handy/Pocket PC (so ziemlich eins der ersten Smartphones, die es auf dem deutschen Markt gab) ab und zu den Geist aufgibt und alle Kontakte, Termine, ... etwas durcheinander geraten oder total verloren gegangen sind, verpasse ich alle Geburtstage, die mir normaler Weise angekündigt würden. Naja, was man nicht im Kopf hat!
Und ich glaube, Mutter Natur hat auch Probleme mit ihrem Kopf / Terminplaner / Sekretär, denn sie hatte definitiv Probleme mit der zeitlichen Einordung des Winters in Island. Erst war es Anfang November tierisch kalt, dann relativ warm und so gut wie kein Schnee ... und plötzlich - kurz vor Frühlingsanfang - fiel es ihr wieder ein: Da war doch noch etwas!
Schnell noch ordentlich Schneefall und eine Kaltwetterfront nach Island schicken!
Auch wenn es mittler Weile auf den letzten (?) Schnee des Winters regnet, am 21. März hatten wir statt Frühjahrsboten heftigen Schneefall. Innerhalb von Minuten waren die freigefahrenen Straßen von einer Schneeschicht bedeckt.

21st of march - begin of spring!?

Donnerstag, 17. März 2011

Wo wir schon einmal bei grün sind ...

hier etwas Positives zum "grünen" Tag der Iren - St. Patrick´s Day :-)
Für meine Schwester und alle anderen Shaun-Fans (mich inklusive!!!)

http://www.shaunthesheep.com/

Schwimmende Erdkruste und "grüne" Energie

Selbst die Kirche zieht ja mittler Weile ein, dass die Erde keine Scheibe ist.
Obwohl man die Erdkruste schon als Scheiben verstehen könnte, die auf dem zähen Erdmantel und dem flüssigen Erdkern "schwimmen".
In Island ist die Erdkruste ziemlich dünn und es ist daher besonders einfach, die Hitze der Erde zu nutzen. Eine relativ "unaufwendige" Energiegewinnung. Allerdings auch nicht ganz ungefährlich, da durchaus Risiken bestehen, dass man durch das Anbohren der Kruste, vulkanische Aktivität auslöst. Als vor einigen Wochen ein neues Bohrloch am Erdwärmekraftwerk Nesjavellir (Wiki-Link) in Betrieb genommen wurde, konnte man das sehr gut auf den Erdbebenkarten erkennen.

Geothermal energy plant Nesjavellir

Auch das Erdbeben in Japan konnte an den isländischen Meßstationen aufgezeichnet werden, siehe LINK. Nun sind ja Erdbeben in Island auch recht häufig, aber generell nicht ganz so dramatisch, da hier die Kontinentalplatten auseinanderdriften. Trotzdem kommt es immer wieder zu "Reibereien".
Die grüne Energie (Erdwärme) in Island ist also nicht so ganz ohne. Aber vor allem ist sie nicht ganz so grün, wie man es eigentlich immer hört. Denn es wird durchaus CO2 (oder andere Gase, u.a. die "Stinkegase", die in CO2-Äquivalent umgerechnet werden können) freigesetzt. Das hängt aber sehr stark mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Es gibt aber bereits Projekte, die sich mit diesem Problem beschäftigen. Im Gegensatz zu Kohl-, Gaskraftwerden wird allerdings kein "neues" CO2 produziert (LINK-englisch). Meine Meinung: Man kann alles schön rechnen, aber am Ende ist es auf alle Fälle "grüner" als so manche Alternative. Aber wie gesagt, ein gewisses Restrisiko besteht, denn Vulkanausbrüche können auch globale Auswirkungen haben und das nicht nur auf den Flugverkehr, siehe Winter 1783/84, die "kleine Eiszeit" (Wiki-LINK). Vielleicht doch besser Sonnenenergie und Windkraft, Gezeitenkraftwerke?

Dienstag, 1. März 2011

Schiebt mal bitte jemand die Schneeregenwolken weg!!!

Das sieht richtig gut aus!
Und es sähe noch besser aus bzw. könnte man überhaupt etwas sehen, wenn diese Wolkenfront nicht die Sicht versperren würde! :-(
Naja, irgendwann werde ich schon noch einmal die grünen Lichter zu Gesicht bekommen!
Die andere Nordlichterseite (LINK-Vorhersage), die ich immer verwende, verspricht "moderate" Nordlichter für heute. Stufe 3 bei denen meint wirklich großartige Chancen.

Sonntag, 27. Februar 2011

Rumpel di pumbel ...

Seit ein paar Wochen gibt es immer wieder ernsthafte Reibereien zwischen Europa und Nordamerika! Nein, keine politischen ... eher Kontinentalplatten technische.
Erdbeben!
Nicht so dramatisch wie mein erstes große Erdbeben (LINK), aber spürbar.
Das kurze Ruckeln fühlt sich an, wie wenn in unserer alten Wohnung ein Laster über einen Straßenschaden fuhr und das Gerüttel über den Schornstein direkt bis zu meinem Bett geleitet wurde.
Das Erdbebenzentrum lag wieder (LINK) in der Nähe vom Kleifarvatn, auf der Hälfte zwischen Flughafen Keflavik und Reykjavik. Der grüne Stern deutet auf Erdbebenstärke größer 3,0 hin.

Samstag, 19. Februar 2011

Himmelslichter

In den letzten Tagen macht mein Mann mich ganz verrückt, da die Seite, die die Auroraaktivität anzeigt, ein sehr ausgeprägtes roten Oval anzeigt (hohe Polarlichtaktivität).
Aber leider nur über Alaska. Ich habe mich von dieser Anzeige auch schon täuschen lassen. Bei der Zeit, wenn es dann in Island dunkel wird, ist über der Insel keine Aktivität.
http://www.swpc.noaa.gov/pmap/pmapN.html
.

Aber wozu gibt es Internet. Da findet man immer irgendeinen Ausweg. Und wenn die Polarlichter nicht zu uns kommen oder die Wolken die Sicht versperren, dann schauen wir uns halt den Himmel über Alaska an!
http://salmon.nict.go.jp/live/aurora_cam/live_aurora_cam_e.html